Social Media Monitoring in der Praxis – nah dran statt außen vor

Ob sie es wollen oder nicht, in Social Networks wird über Ihre Produkte, Marken und Dienstleistungen gesprochen. Sie können es nicht kontrollieren, jeder Mensch hat seine eigene Wirklichkeitskonstruktion und damit verbundene Wahrnehmung. So stehen Sie permanent vielfältigsten Interpretationen gegenüber. Bleiben Sie gelassen und sehen Sie es als Chance: Wie wäre es, diese Informationen als Quelle für Verbesserungen zu sehen, die Ihnen wertvolles Feedback geben und Sie näher an Ihre Zielgruppe heranführen?

Blogs, Communities, Twitter-Feeds, Fanseiten auf Facebook, Gruppen und Formierungen, Kommentare, Bewertungen, Bilder-Mash-Ups, Memes, enttäuschte, unentschlossene und glückliche Kunden. Leute, die ihrem Ärger Luft machen, Leute, die ihre Produkte mögen – die Klaviatur menschlicher Eigenheiten spiegelt sich in Sozialen Netzwerken. Die semantische Klammer, die sie verbindet, ist das natürliche Kommunikations-Bedürfnis.

Nutzen Sie die Kommunikationsflut für Ihr Unternehmen und verschaffen Sie sich Überblick im Kommunikations-Dschungel.
Social Media Monitoring eignet sich für:

  • Marken-, Produkt- oder Dienstleistungs-Analysen
  • Kundenzufriedenheitsmessungen
  • Konkurrenzbeobachtung
  • Research & Development
  • Produktinnovationen
  • Entdeckung und Besetzung neuer Marktsegmente
  • Unternehmensimage inkl. Arbeitgeberimage
  • Reputation Management
  • Medienresonanz
  • Issue Monitoring

Aktives Zuhören ist der erste Schritt. Unternehmen, die wissen, was über sie geredet wird, sind in Zukunft klar im Vorteil, denn die Geschwindigkeit der Informationsverbreitung hat durch die frei zugänglichen Netzwerktechnologien stark zugenommen. Neben Schnelligkeit zählt zudem Handlungsflexibilität. Heutzutage können Gespräche ganze Märkte bewegen: ein moralischer Ausrutscher auf digitalen Parkett erzeugt womöglich einen nur schwer wieder gutzumachenden Imageschaden, den andere gewinnbringend nutzen. Gleiches kann passieren, wenn eine einzelne Person schlechte Erfahrungen macht, diese im Internet publiziert und genügend Publikum gewinnt. Durch die Share-Funktion der Sozialen Netzwerke verbreiten sich solche Nachrichten schneller als eine Kugel im Flug.

Neu ist für Unternehmen die wachsende Nähe zum Kunden. Das unberechenbare Wesen, was in Focus-Gruppen gerne versuchsweise empirisch erlegt wird. Wo sich ganze Markt- und Meinungsforschungs-Industrien gebildet haben, eröffnet sich durch Social Media Monitoring eine zeitnahe Analyse und Auswertungs-Möglichkeit; in manchen Fällen vielleicht eine kosteneffiziente Alternative.

Zuhören – Lernen – Auswerten – Einplanen – Anwenden – Messen – erneut zuhören: Die Schritte zum Erfolg in Sozialen Netzwerken verlaufen selten in linearer Form, vielmehr hilft hier die Vorstellung von Nervenbahnen mit synapsengleichen Verknüpfungen. Informationsinseln, die wachsen, Impulse setzen und andere Inseln aktivieren. Werden Sie Teil des Heterarchie-Musters und kollaborieren Sie mit Ihrer Bezugsgruppe.

Für den Start eignet sich z.B. die Einrichtung von Google Alerts und ein Account bei netvibes. Bei den Alerts überlegen Sie sich Schlagwörter, die für Ihr Business relevant sind und erhalten bequem eine Benachrichtung per E-Mail, sobald sich jemand mit genau diesem Schlagwort geäußert hat. Netvibes bietet Ihnen kostenlos ein Dashboard aus von Ihnen ausgewählten Kanälen wie RSS-Feeds, Podcasts und andere dynamische Inhalte. Nachteil: die Infos bleiben in gewisser Weise statisch, Sie haben geringen Spielraum zur Interpretation der Gespräche und Ihre Chance ist gering, mit dieser Methode Ihrer Konkurrenz einen Schritt voraus zu sein.

Um Akteure und Meinungsbildner zu identifizieren und analysieren, sollten Sie auf eine lernfähige Anwendung zurückgreifen. Ein intelligentes System, das semantisch funktioniert, mit dem Sie in Echtzeit Gespräche über Ihr Produkt entdecken. Ein Tool, dass für Sie die neue Datenflut ordnet, sonst verlieren Sie an dieser Stelle wertvolle Zeit für die Planung Ihrer Maßnahmen. Durch die Teil-Automation behalten Sie den Überblick, sind reaktionsschneller und in der Lage, zu koordinieren, an welchen Konversationen Sie aktiv teilnehmen. *

Aus diesen Datenclustern entsteht eine größere Schnittmenge, eine zunehmend profilschärfere Zielgruppe und vielleicht entdecken Sie ungeahnte lukrative Nebenzielgruppen, an die Ihr Marketing noch gar nicht gedacht hat? Sie vertiefen durch das Zuhören und Teilnehmen an Gesprächen Ihr Verständnis über Consumer Insights und können Sie vergleichen mit anderen Datenerhebungen aus z.B. Kundenfeedbacks über Ihre Hotline, klassische Marktforschung, Produkttests usw.

Die Social Media Community wächst täglich. Aktuell tummeln sich z.B. auf Facebook 8.4 Millionen Nutzer:

Quelle: Facebookmarketing.de

Für den Globalen Blick bietet Facebook in unregelmäßigen Abständen Statistiken.

Social Media Monitoring erhöht Ihren Wissensvorsprung und ermöglicht es Ihnen, Ihr Kommunikations- und Marketing Budget ohne große Streuverluste zielgerichtet einzusetzen. Je kürzer die Distanz zu Ihrer Zielgruppe wird, umso näher sind Sie dran an dem, was Ihre Kunden wirklich wollen.

* Wenn Sie mehr über unser Social Media Monitoring Tool erfahren möchten oder eine Beratung wünschen, freuen wir uns auf Ihre Kontaktaufnahme.

3 Kommentare
  1. sabinehaas sagte:

    Als Forscherin muss ich natürlich beim obigen Artikel einhaken. Es stimmt, dass social media monitoring ein unabdingbares Instrument zur Analyse der eigenen Kundenreaktionen ist. Es als Messinstrument für Kundenzufriedenheit, Image etc. zu sehen, ist allerdings sehr gefährlich. Obwohl die Nutzerzahlen stetig steigen, wird auch im Internet genauso wie bei Kundentelefonen etc. immer nur ein geringer Anteil aktiv seine Meinung kundtun. M.a.W. social media monitoring kann repräsentative Messungen zu Zufriedenheit oder Markenbild immer nur ergänzen, nie ersetzen. Das wird auch in Zukunft so bleiben.

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