Von Berlin-Mitte ins Beelitzer Spargelparadies

Es ist Freitag, 16 Uhr: Ein sommerlicher Nachmittag, an dem PR-ler wie wir normalerweise noch fleißig im Büro schwitzen und die vielseitige Klaviatur unseres Handwerks erklingen lassen. Doch dies ist kein normaler Freitag: Ein Betriebsausflug steht an – einer mit Bildungsauftrag, um genau zu sein. Also geht es mit Kleinbus-Eskorte für die bunte Truppe gen Spargelparadies Beelitz. Berliner Großstadtpflanzen auf Brandenburger Spargelfeldern, kann das überhaupt gut gehen? Ja, es kann! Der Abend auf dem Spargelhof in Klaistow gestaltet sich informativ, vergnüglich und lecker – von Kulturschock keine Spur.

Kaum auf dem Hof eingetroffen, startet auch schon die umfangreiche Tour inklusive allerlei Hintergrundinformationen. Kurt, ein älterer Herr mit reichlich Charme, Esprit und Lebenserfahrung, führt uns in die Geheimnisse des Spargelanbaus ein und teilt nebenbei die ein oder andere Lebensweisheit mit uns. Der kleine Crashkurs in Sachen Spargelqualität, der Einblick in die Arbeit talentierter Schälerinnen, die die Stangen mit schnellen Fingern von ihrer äußersten Schicht befreien sowie vor allem das Rekordtempo, das eine Dame dabei vorlegt, hinterlassen einen bleibenden Eindruck.

Nach dem wir unseren Wissensdurst gestillt haben, machen unsere knurrende Mägen auf sich aufmerksam und bitten um Stärkung: Vorhang auf für ein köstliches Dinner mit Spargel satt. Für jeden Geschmack ist etwas dabei: Spargel mit brauner Butter und Sauce Hollandaise, Schnitzel, Hähnchen oder eine schlichte Spargelsuppe. Kein Wunsch bleibt offen. Einfach einmal abschalten und den Gaumen verwöhnen, lautet die Devise. Erst als die Sonne sich längst von uns verabschiedet hat, geht unser umfangreiches Mahl zu Ende und wir machen uns auf in Richtung wilde Großstadt. Satt und zufrieden, versteht sich.

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