Mut zur Meinung: Diese Tools fördern eine aktive Feedbackkultur

Eine aktive Feedback-Kultur im Unternehmen erhöht nicht nur die Motivation, sondern schafft die Grundlage für weitere Veränderungen. Doch viele Beschäftigte bekommen kaum Rückmeldung zu Leistung, Verhalten oder Entwicklung, auch wenn Mitarbeiter sich mehr Feedback wünschen. Dabei hängt die Mitarbeiterzufriedenheit in vielen Fällen davon ab, ob in einem Unternehmen eine Feedback-Kultur aktiv gefördert wird.

Studien haben bewiesen, dass die Möglichkeit Feedback zu geben und das Erhalten von konstruktiven Feedback die Performance und Produktivität stark beeinflussen kann. Dies gilt für Vorgesetzte als auch für die Mitarbeiter. Um das Mitarbeiter-Feedback zu optimieren sind in den vergangenen Jahren verschiedene Tools auf den Markt gekommen, die es Unternehmen ermöglichen effizientes und doch ehrliches Feedback ihrer Mitarbeiter einzuholen.

 

Leapsome

Leapsome bietet eine ganzheitliche People Enablement-Plattform mit Modulen für kontinuierliches Feedback, 360° Performance Reviews, regelmäßige Mitarbeiter-Umfragen, agiles Ziel-Management und personalisiertes Lernen.

Mit Leapsome können intelligente und sinnvolle Ziele festgelegt werden, die mit der OKRs Methode überprüft werden. Durch automatisierte 360s Umfragen, die es einer Gruppe von Mitarbeitern ermöglichen, Feedback über die Leistung eines Kollegen zu geben, sowie Mitarbeitergespräche und anonyme Pulsumfragen, also kürzere Mitarbeiterumfragen, die in regelmäßigen Abständen wiederholt werden, kann effizient Zeit gespart werden. Die Funktion “Instant Feedback” ermöglicht es den Mitarbeitern kontinuierlich Feedback und Wertschätzung zu geben, aber auch einzufordern.

Eine Besonderheit an Leapsome ist die Möglichkeit Leapsome mit weiteren Tools zu verknüpfen wie zum Beispiel Personio, Slack, Gmail+ und noch weitere. Die Mitarbeiter-Daten können dadurch in kurzer Zeit automatisch synchronisiert werden, was besonders das Onboarding erleichtert.

Zu den Kunden von Leapsome gehören renommierte Marken wie trivago, Babbel, Flixbus oder Mercedes Benz. Der Preis beläuft sich auf nur 7 Euro pro Nutzer und Monat, wenn jährlich gezahlt wird und auf 9 Euro pro Nutzer und Monat bei einer monatlichen Zahlung. Dabei sind alle Features bereits im Paket enthalten.

 

15five

David Hassell gründete das Unternehmen und die Plattform 15five mit dem Ziel das volle Potential der Mitarbeiter eines Unternehmens zu erschließen. Mitarbeiter nehmen sich 15 Minuten Zeit, um eine Umfrage ihrer Vorgesetzten zu beantworten, und Manager benötigen fünf Minuten, um sie zu überprüfen: Das ist die Grundidee hinter der Plattform zur Mitarbeiterbefragung.

Das Tool beinhaltet allerdings auch wöchentliche Check-Ins, die Planung von 1-on-1’s, sogenannte High-Fives zur Mitarbeiterbewertung und OKR-Tracking, welches auf der sogenannten „Objectives and Key Results“-Methode von Google basiert und es ihnen so ermöglicht diese in ihr eigenes Unternehmen zu implementieren.

Bei 15five werden drei Varianten des Services angeboten. Basic, Plus und Enterprise, wobei sich jeweils die Funktionen und Preise unterscheiden. Das Basic Paket bietet alle Funktionen um mit einem wöchentlichen Check-In Rhythmus zu beginnen und kostet 7 Dollar pro Mitarbeiter. Das Plus Paket kostet mit 14 Dollar das Doppelte, enthält allerdings auch Funktionen zum Onboarding, OKRs, Umfragen und noch vieles mehr. Die dritte Variante ist das Enterprise Angebot, welches alle Funktionen des Plus Paketes beinhaltet, allerdings durch individuelle Einbindungen erweitert werden kann.

TINYpulse

TINYpulse wurde 2012 ins Leben gerufen und bezeichnet sich selbst als Plattform zur Förderung einer ganzheitlichen Mitarbeitererfahrung. Das Tool verspricht demnach einen Rundumservice, vom Onboarding bis hin zur Analyse für den Fall, dass Mitarbeiter  das Unternehmen verlassen. Außerdem ist es für die Angestellten möglich sich gegenseitig Feedback zu geben und zu loben, was die Unternehmensmoral, Zusammenhalt und Leistung der Mitarbeiter fördert.

Durch kurze und immer wiederkehrende Umfragen wird regelmäßiges und anonymes Feedback eingeholt, um die interne Gesundheit und die eigene Unternehmenskultur auf einem Dashboard im Überblick behalten zu können. Automatisches maschinelles Lernen und Stimmungsanalysen helfen hierbei Zeit zu sparen und heben die wichtigen Trends und Informationen aus den Umfragen und dem Feedback der Mitarbeiter hervor. 

Zusätzlich zum Online-Portal bietet TINYpulse eine App für Apple und Android, die es den Mitarbeitern ermöglicht einfach und flexibel vom Handy aus abzustimmen oder schnelle Feedbacks zu verfassen.

Bei TINYpulse sollte jedoch beachtet werden, dass die Anwendung lediglich auf Englisch verfügbar ist.

 

OfficeVibe

Die Plattform OfficeVibe wurde 2013 in Kanada gegründet und gehört zurzeit zu den bekanntesten Feedback Tools. Besonders die Benutzeroberfläche, Gamification-Elemente und die Funktion des anonymen Feedbacks machen das Programm für Unternehmen interessant.

Mit OfficeVibe ist es möglich von vorgefertigten Umfragen in englischer Sprache zu einem ausgewählten Thema, wie zum Beispiel Motivation oder Aufstiegschancen, gebrauch zu machen oder diese individuell selbst zu erstellen. Hierbei werden meist mehrere Antwortmöglichkeiten vorgegeben in Form von Zahlenwerten oder kurzen Statements.

Je nach Teamgröße und ausgewählten Funktionen wird der Preis berechnet, dieser kann dadurch zwischen 79 und 395 US-Dollar monatlich variieren. Laut Website wird das Tool bereits von Disney, Kickstarter und Apple genutzt.

 

Was sind die nächsten Schritte?

Zur Etablierung einer offenen Feedbackkultur braucht es einen Entwicklungsprozess. Ein einzelnes Feedbackseminar reicht nicht aus, um Feedback effektiv im  ganzen Unternehmen zu verankern. Feedback-Kultur bezeichnet ein von Offenheit, Vertrauen und hierarchieübergreifender Kommunikation geprägtes Arbeitsklima. Regelmäßige Rück- und Statusmeldungen sind selbstverständlich – und sie werden strategisch geplant sowie mit passenden Feedbackinstrumenten gemessen. Sobald die Bedürfnisse der Mitarbeiter herausgefiltert wurden, können Maßnahmen herbeigeführt werden. Natürlich ersetzt kein Tool ein persönliches Gespräch … aber sie können unterstützen.