PSD 2 – Was die neue EU-Richtlinie für Verbraucher bedeutet

Seit Januar 2018 gilt die neue EU-Richtlinie PSD 2 (Payment Service Directive). Mit ihr sollen europäische Finanztransaktionen vereinfacht und verbessert werden. Mit der neuen Richtlinie entschwindet das bisherige Monopol der Banken, alleinigen Zugriff auf die Kontodaten ihrer Kunden zu haben. Das heißt, ab sofort ist es auch Drittanbietern wie Fintechs möglich, auf die Konten und Daten ihrer Kunden zuzugreifen.

Was für Finanz-Startups ein riesiger Meilenstein und eine große Chance innerhalb der Digitalisierung ist – verändert PSD 2 grundlegend und nachhaltig den bisherigen Zahlungsverkehr – sorgt auf Seiten der Verbraucher eher für Unsicherheiten.  Mit dem gesetzlich geregeltem Zugriff auf die Konten durch Drittanbieter fürchten viele Verbraucher um ihre Daten, deren Sicherheit und einen möglichen Missbrauch.

Unser Kunde Finanzcheck.de erklärt, was die neue Richtlinie wirklich für Verbraucher bedeutet und welche Änderungen PSD 2 mit sich bringt.

“Mit Einführung der neuen EU-Richtlinie haben Verbraucher zukünftig ein deutlich höheres Maß an Autonomie in Bezug auf ihre Daten. Sie können bspw. im Zuge einer Kreditanfrage einem Dienstleister wie Finanzcheck.de die Möglichkeit geben die Daten für die Kreditanfrage zu nutzen. Gleichzeitig müssen sich Verbraucher nicht um ihre Daten sorgen.” äußert sich Moritz Thiele, Gründer und CEO von Finanzcheck.de.

Im Fall von  Finanzcheck.de bedeutet dies, dass das Unternehmen nach Einwilligung des Kunden einmalig auf dessen Kontodaten zugreift, um bei einer Kreditanfrage die individuelle Bonität prüfen zu können. Die Digitalisierung bringt dabei viele Vorteile für den Kreditnehmer. So wird der Bearbeitungsprozesse maßgeblich verkürzt. Dauerte es in der Regel bisher rund zwei Wochen, bis das Geld nach einer Kreditanfrage auf dem Konto des Kunden eingeht, verkürzt sich der Prozess nun auf eine halbe Stunde. Für den Kunden also ein enormer Vorteil, zumal er zu jeder Zeit die volle Kontrolle und Sicherheit über seine Daten hat.

Für Moritz Thiele ist die Einführung von PSD 2 kein weiterer Schritt in Richtung „gläserner Mensch“, sondern eine Bestärkung der Selbstbestimmung und Freiheit des Verbrauchers. „Erst wenn ein Verbraucher selbst entscheiden kann, was mit seinen Daten passiert und wer darauf Zugriff hat, erlangt er wirkliche Selbstbestimmung. Die PSD 2 ist eine wesentliche Regulierung zum Schutz und gleichzeitig zur Stärkung der Verbraucher. Wir begrüßen sie.“, so Thiele.

Kommunikativ stellt die neue Richtlinie Finanz-Start-ups vor eine Herausforderung. „Wir als PR-Agentur empfehlen, möglichst offen und transparent das Thema PSD 2 zu kommunizieren, um dem Kunden Bedenken und Ängste zu nehmen. Hierfür eignen sich FAQs, ebenso wie ein transparenter Blogbeitrag“, empfiehlt Sabrina Rymarowicz, Head of Fintech & Insurtech bei PIABO.