PIABO unterwegs

Eine Reise in die Tiefen des sozialen Netzwerks

Am Dienstag war es soweit: Die Piabos gingen auf Bildungsreise ins Cinestar, um sich endlich “The Social Network” anzusehen und selbst zu erleben, wie Sympathiebolzen Mark Zuckerberg Facebook erfindet.

Nachdem unsere hungrigen Mägen mit Leberkäse, Bratwurst und Sauerkraut gefüllt wurden, konnte das cineastische Vergnügen beginnen. Über das erste Highlight freuten wir uns schon während der Werbung. Ein trauriger, verzweifelter Mann, umzingelt von lüsternen Frauen, lamentiert über gemeine, weibliche Wesen, die nur das Eine von ihm wollen. Dabei möchte er so gerne einfach nur mal kuscheln. Doch es hilft alles nichts – seine Kleidung von Jack&Jones macht ihn nun mal zum umworbenen Girl-Toy…der Arme.

Während wir noch voll Mitgefühl für den Missverstandenen waren, füllte sich die Kinoleinwand mit dem Antlitz von Mr. Zuckerberg. Auf den ersten Blick ein nervöses, leicht neurotisches Kerlchen mit Hang zum Schnellsprechen. Im Verlauf des Films zeigte er aber noch andere Seiten: Arrogant, selbstsüchtig und desinteressiert mit einer Prise ADS, gleichzeitig hochintelligent und durchaus zumindest hin und wieder mit Anzeichen von schlechtem Gewissen. Auf den Punkt brachte es die Anwaltsgehilfin: “You’re not an asshole, you’re just trying too hard to be one.” Nichtsdestotrotz bleibt es beeindruckend, was dieser Mensch mit knapp über 20 geschafft hat. Inwieweit die Idee tatsächlich von ihm stammt und ob seine Methoden wirklich so rücksichtslos waren, bleibt dahin gestellt. Sicher ist allerdings, dass Regisseur David Fincher uns eine sehr interessante Geschichte erzählt und der Film definitiv den Stempel “absolut sehenswert” verdient hat. Wir sind jedenfalls schon gespannt, welche kleinen Zuckerbergs uns bei unserer täglichen Arbeit noch begegnen werden.

PIABO meets Saugi

Die IFA ist in der Weinmeisterstraße eingekehrt und hat einen praktischen Begleiter mitgebracht: Der kleine Ufo-förmige Saugroboter, von uns liebevoll Saugi getauft, durfte im Zuge eines Radioberichts von radioBerlin 88,8 den Konferenzraum unsicher machen und sich über unsere eigens dafür angelegte Landschaft aus Croissant-Krümeln und Locherkonfetti hermachen.

Der Saugroboter vernichtet das Konfetti

Während die PIABOs den technischen Fortschritt bewundern, stehen sie Außenreporter Johannes Metzler Rede und Antwort und geben ihr fachmännisches Urteil ab.

Das Team beim Live-Interview

Fazit: Seine Taktik ist zwar etwas gewöhnungsbedürftig, aber nachdem das kleine Technikwunder erst eine Schneise der Vernichtung in den Dreck gerissen hat, findet sich der selbsterklärte Staubvernichter gut ein und erobert alle Herzen des Teams im Saug…äh Sturm.

Benjamin und Julia halten den Saugroboter

Das Kind aus dem Brunnen holen

Wer wagt, gewinnt! Aber wer etwas wagt, setzt sich auch Risiken aus, und so geraten immer wieder Unternehmen duch Unfälle, durch eigene Fehler oder durch Angriffe von außen in Krisen. Spektakulärstes Beispiel der jüngsten Zeit ist das von BP verursachte Öl-Leck im Golf von Mexiko, doch Krisen könne Unternehmen jeder Branche und Größe treffen: Banken, die plötzlich zahlungsunfähig sind, die Berliner S-Bahn, die ihre Züge so nachlässig gewartet hat, dass sie aus dem Verkehr genommen wurden, oder Online-Communities, die Mitgliederdaten an Hacker verlieren.

Krisen kommen plötzlich und unvorhergesehen. Hätte man sie erwartet, wären rechtzeitig Schritte eingeleitet worden, um sie abzuwenden. So treffen sie ein Unternehmen empfindlich und gefährden im schlimmsten Fall seine Existenz. In der Regel sind sie auch mit negativer Berichtserstattung verbunden, die die Reputation eines Unternehmens und das Vertrauen der Kunden nachhaltig stören kann. Werden rechtzeitig Gegenmaßnahmen ergriffen, lässt sich der Schaden aber in Grenzen halten. Die Geschäftsführung sollte daher Krisenpläne entwickeln, an die sie sich im Ernstfall halten kann. Diese helfen, angemessen zu reagieren und die Krise schnellstmöglich zu überwinden.

Aus PR-Sicht sind in Krisenzeiten diese vier Punkte besonders wichtig:

Keine Panik!

Tritt eine Krise auf, gilt es, einen kühlen Kopf zu bewahren. In keinem Fall sollten sich Unternehmen zu unüberlegten Aktionen verleiten lassen. Sie könnten die Krise sogar verschlimmern und das weitere Vorgehen behindern. Stattdessen muss das Management schnellstmöglich alle Kräfte mobilisieren, die Situation klar analysieren und die eigenen Mitarbeiter über die Probleme aufklären. Pressesprecher müssen von Anfang an eng mit der Geschäftsleitung zusammen arbeiten und sich auf Anfragen von Journalisten vorbereiten.

Den Überblick gewinnen

Nicht nur das Managment, auch der Pressesprecher muss sich sofort alle intern verfügbaren Informationen über den Grund und das Ausmaß der Krise verschaffen. Journalisten werden zu diesem Zeitpunkt viele kritische Fragen stellen, die sich noch nicht beantworten lassen. Auch sie stehen unter Zeitdruck, als erste und exklusiv zu berichten.

Auf keinen Fall darf sich der Pressesprecher zu Sachverhalten äußern, über die er noch nicht ausreichend informiert ist. Stattdessen sollte er nur mitteilen, was er sicher weiß, und im Notfall darauf verweisen, dass er die entsprechenden Informationen einholen wird. Sobald er sie hat, muss er die Journalisten aber umfassend informieren. Die Salamitaktik, bei der neue Informationen nur scheibchenweise herausgegeben werden, ist dagegen fehl am Platz. Sie würde dazu führen, dass das Unternehmen länger im Focus der Öffentlichkeit bleibt und an Glaubwürdigkeit verliert.

Brennende Feuer löschen

Selbstverständlich muss ein Unternehmen die aufgetretenen Probleme ernst nehmen und sofort an einer Lösung arbeiten. Die Aufgabe des Pressesprechers ist es, der Öffentlichkeit die Lösungsstrategien zu vermitteln. Auf keinen Fall dürfen Beschwerden und Kritik auf die leichte Schulter genommen oder schroff zurückgewiesen werden. Wenn das Unternehmen auch nicht jede Kritik annehmen muss, ist es dennoch wichtig, dass es sie prüft und an den kritisierten Punkten arbeitet.

Vertrauen zurückgewinnen

Auch wenn der Grund für die Krise überwunden ist, hinterlässt sie das Unternehmen lädiert. Sein Name wird noch lange Zeit mit den Problemen verbunden sein. Umso wichtiger ist es, zu kommunizieren, wie sie in Zukunft vermieden werden. Nur durch dauerhafte Arbeit am eigenen Image gewinnt ein Unternehmen nach einer Krise das Vertrauen der Kunden zurück.

So funktioniert PR!

1. PR-Berater sind keine Journalisten!
Auch wenn es die Arbeit stark vereinfachen würde, sitzen PR-Experten nicht in den Redaktionen. Sie können weder Artikel vorgefertigt in Redaktionsbüros geben, noch Beiträge selbst „veröffentlichen“. Aufgabe einer guten Agentur ist es, die Journalisten durch ihren Input bei der Suche nach interessanten Themen zu unterstützen und dabei eine unabhängige Berichterstattung zu gewährleisten.

2. Gut Ding will manchmal Weile haben!
Gute PR kann prinzipiell jedes Thema zum Medienthema machen. Es darf allerdings nie davon ausgegangen werden, dass dies, speziell bei jungen und völlig unbekannten Unternehmen, direkt in der ersten Woche der Zusammenarbeit glückt. Nicht jeder Presseaktion folgt zwingend eine sichtbare mediale Reaktion. Dennoch ist die konstante Pressearbeit essentiell, da sie ein Grundrauschen erzeugt, welches das Unternehmen oder Produkt bei Redakteuren auf den Schirm holt. Stehen Beiträge zu verwandten Themen auf dem Redaktionsplan kann das Unternehmen direkt in die Recherche eingebunden werden.

3. PR ist keine Werbung!
Anders als bei einer Werbeanzeige, können bei einer Pressemeldung die Chance auf Veröffentlichung, Veröffentlichungszeitpunkt sowie der Inhalt des Beitrags nur bedingt beeinflusst werden. Die Pressearbeit stellt Impulse für Journalisten dar, deren Umsetzung allein in ihrer Hand liegt. Genau aus diesem Grund ist die erfolgreiche Veröffentlichung eines PR-Themas so viel wert: Leser empfinden den redaktionellen Teil des Mediums wesentlich glaubhafter als die enthaltenen Anzeigen. Das besprochene Unternehmen beziehungsweise Produkt wirkt somit auf Anhieb vertrauenswürdig und bleibt im Gedächtnis.

4. Enge Zusammenarbeit ist Pflicht!
Natürlich sind PR-Berater Experten in der Ausarbeitung von presserelevanten Themen. Dennoch ist eine Agentur besonders auf Unternehmensinput angewiesen. Egal, ob bei der Besprechung bereits ausgearbeiteter Themen oder bei der Themenfindung: Die Mitarbeiter des Unternehmens wissen am besten über laufende Aktionen und Entwicklungen im Unternehmen Bescheid, warum sollte man dieses Wissen nicht für die erfolgreiche Pressearbeit nutzen? Um darüber hinaus alle Anfragen zeitnah und zur Zufriedenheit der Journalisten bearbeiten zu können, sollte den PR-Beratern stets ein Ansprechpartner im Unternehmen zur Verfügung stehen.

5. Zahlen sind nicht das einzige Messinstrument!
Auch wenn Marketing-Experten sich allzu gerne auf sie verlassen: Zur Messung des Kommunikationserfolgs sind Zahlen nicht immer der richtige Weg. Obwohl PR natürlich in der Lage ist, Nutzerzahlen zu erhöhen und damit den Umsatz zu steigern, geht es bei PR-Strategien primär darum, über diese Effekte hinaus langfristig einen positiven Einfluss auf Bekanntheit und Wahrnehmung des Unternehmens in der Öffentlichkeit auszuüben.

6. Vertrauen, bitte!
Am besten funktioniert PR mit einer ordentlichen Portion Vertrauen in die Berater und ihre Arbeit. So wie die Geschäftsführer ganz genau über das Unternehmen Bescheid wissen, wissen die Kommunikationsspezialisten am besten, mit welcher Strategie Journalisten zu erreichen sind. Der besondere Vorteil einer Agentur ist dabei ihr enormer Erfahrungshorizont. Durch die Zusammenarbeit mit vielen Unternehmen der unterschiedlichsten Bereiche, verfügt die Agentur über eine große Expertise und kann immer die richtige Strategie wählen, um die Kunden in den Medien präsent zu machen. Anstatt auf Kontrollzwang sollten Unternehmen in der Zusammenarbeit deswegen auf Transparenz setzen, um den PR-Prozess nicht unnötig zu verkomplizieren.

FACEBOOK PAGES

Wer mit seinem Unternehmen heutzutage Erfolg haben will, kommt nicht am World Wide Web vorbei. Banale Internetseiten mit dynamischer Navigation oder komplizierter Flashanimation reichen schon lange nicht mehr aus, denn User erwarten die Möglichkeit der Interaktion mit dem jeweiligen Betreiber.

Immer mehr Soziale Netzwerke bieten genau hierfür verschiedene Lösungen. Die wohl etablierteste ist Facebook Page von Facebook. Auf diesen speziellen Profilen können sich beispielsweise Unternehmen, Marken, Vereine oder Personen der Öffentlichkeit optimal präsentieren: Neben Firmenlogo, Kurzinformationen und Verlinkung zu externem Content stehen Elemente wie die Pinnwand oder beliebig erweiterbare Reiter (Tabs) auf der Site zur Verfügung, die dem User eine aktive Beteiligung am aktuellen Geschehen ermöglichen. Hochgeladene Fotos, Videos und tagesaktuelle Posts können kommentiert und mit anderen Usern geteilt werden.

Die Vorteile dieser Profile liegen auf der Hand: Das Einrichten und Verwalten der Sites ist komplett kostenfrei und die Funktionen ähneln denen von normalen Nutzerprofilen, so dass mühsames Einarbeiten in neue Prozesse entfällt. Einmal eingerichtet, können sich nun alle interessierten Nutzer über den „Gefällt mir“-Button mit dem Unternehmen verbinden und erhalten fortlaufend Informationen zu Special Offers, Trends, Gewinnspielen und allgemeinen News. Dies erfolgt über den gleichen Newsstream wie die Statusmeldung der virtuellen Freunde.

Kurzum: Facebook Page ist ein hervorragendes Tool für Unternehmen, um schnell und kostenlos mit Millionen von Nutzern des Social Networks zu kommunizieren. Obwohl das Handling wie bereits erwähnt keine Probleme bereiten sollte, sind einige Dinge zu beachten:

Profilbild: Der erste Eindruck zählt. Dies gilt sowohl für Public- als auch Private-Profile. Sollte nicht das Firmenlogo als Seitenfoto dienen, muss die Alternative auf jeden Fall das Image des Unternehmens oder der Marke widerspiegeln. Auch auf die Größe sollte geachtet werden: Die Maximalmaße betragen 200 Pixel mal 600 Pixel. Nicht passende Bilder werden automatisch auf 200 Pixel Breite skaliert. Auch ein regelmäßiger Wechsel des Profilbildes erhöht das Interesse an der Seite.

Content: Facebook Page verbindet User mit Unternehmen. Auch wenn diese Beziehung nicht vordergründig dazu dient, beispielsweise den Verkauf eines bestimmten Produkts zu steigern, wird der Inhalt der Site das Verhältnis zur Marke dahinter dennoch beeinflussen. Deswegen sollte der Content genau bedacht sein. Ein reines Herunterbeten von Sonderangeboten oder Unternehmensmeldungen hält die User nicht lange bei der Stange. Empfehlenswert ist es, neben Gewinnspielen und Nutzerumfragen auch mal eine kleine Story zu erzählen oder sein Fachwissen weiter zu geben. Auch das Verlinken oder Publizieren von externem Content kann dabei helfen, den eigenen Standpunkt zu unterstreichen. Ergänzungen durch Video- und Fotomaterial ist dabei Pflicht. Ein tolles Beispiel hierfür ist die Facebook Page des OK!-Magazins aus Hamburg.

Nicht zu vergessen ist bei diesem Punkt auch, dass Page-Betreiber in einem eher privaten Rahmen mit dem Nutzer kommunizieren und somit ein Höchstmass an Sensibilität benötigt wird.

Vanity-URL: Um mehr User für seine Facebook Page zu generieren ist es sinnvoll, die URL des Profils auch extern zu kommunizieren, beispielsweise in Blogs oder auf der eigenen Homepage. Üblicherweise sind die Facebook-Links aber sehr lang. Um eine einprägsame Verbreitung zu ermöglichen, erlaubt Facebook allen Nutzern eine sogenannte Kurz-URL anzulegen. Unter http://www.facebook.com/username/ finden Interessierte diese Möglichkeit.

Facebook Pages tracken und auswerten: Um den Erfolg seiner Facebook Page auch mit Zahlen belegen zu können, gibt es neuerdings die Möglichkeit, sein Profil via Google Analytics zu tracken. Keywords, Verweildauer, Zugriffsorte und verweisenden Webseiten werden somit erfolgreich ausgewertet. Das Verfahren beansprucht einiges an Profiwissen, aber die Einarbeitung in diesen Bereich lohnt sich. Hier geht’s zum Workaround.

Abschließend sollte noch betont werden, dass diese Profile ohne kontinuierliche Bespielung, innovative Aktionen und eventuell crossmediale Maßnahmen wenig Erfolg haben. Aktualität, Interaktion mit dem User und Aktivität sind hier die obersten Gebote.

Übrigens: Der Blog „Facebook Marketing“ bietet zu diesem und vielen anderen Facebook-Themen weiterführende Informationen.

Berlin im Web-Fieber und PIABO mittendrin

Für uns als „alte Hasen“ im Internetgeschäft gehört es zum guten Ton, Augen und Ohren offen zu halten, wenn es irgendwo Web, Internet oder Social Media schallt. In der vergangenen Woche hatten wir besonders viel zu lauschen: Die BerlinWebWeek beehrt die Hauptstadt und hat zahlreiche interessante und natürlich web-affine Veranstaltungen im Gepäck.

Den Wochenstart legte die webinale hin, bei der sich Internet-Koryphäen wie Florian Bailey, Martin Oetting, Sarik Weber und Christoph Bornschein die Laptop-Fernbedienung in die Hand gaben und das Web-affine Publikum mit spannenden Vorträgen zu Themen wie dem sozialen Kontext, der Start-Up Gründung oder der vorherrschenden App-edemie versorgten.

Die wichtigsten Vertreter der deutschen Start-Up Szene verschlug es am Mittwoch Abend zum Ausklang in die bewährten Räumlichkeiten des Zanox GAP Campus, wo zum 6. Mal die allseits beliebte Netzwerkveranstaltung Echtzeit von Deutsche Startups über die Bühne ging. In gewohnt lockerer Atmosphäre wurden ausgelassen Kontakte geknüpft, gepflegt oder weitergegeben und Neuigkeiten der Branche ausgetauscht.

Wer sich noch vom Web-Fieber anstecken lassen möchte, empfehlen wir die kommenden Veranstaltungen der BerlinWebWeek zu besuchen, die noch bis zum 09.06. die Hauptstadt digitalisieren.

Zur Einstimmung dieser Klassiker aus dem Jahre 1996, frei nach dem Motto: „Sei ein User, geh online, im Email triffst du mich“!

Die Regeln des Spiels – Das 1×1 einer Social Media Policy

Blogs und soziale Netzwerke wie Facebook oder Twitter erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Durch die rege Aktivität der Nutzer entsteht ein öffentlicher Dialog, an dem es für Unternehmen teilzunehmen gilt. Geredet wird in jedem Fall, nur wer sich aktiv am Geschehen beteiligt, behält den Überblick und kann auf Probleme und thematische Anregungen sofort reagieren.

Doch wer soll sich im Unternehmen darum kümmern?

Der virtuelle Dialog lebt von Pluralität, die Antwort auf die Frage ist demnach denkbar einfach: Je mehr engagierte Teilnehmer das Unternehmen unterstützen, desto besser! Neben einem erfahrenen Social Media Mitarbeiter profitiert jede Firma von der Expertise und den unterschiedlichen Blickwinkeln der Kollegen verschiedener Abteilungen. Dabei sollte das unerbittliche Gedächtnis des World Wide Web nicht unterschätzt werden. Alles ins Netz Gestellte bleibt, egal, ob gelöscht oder nicht. Es ist deshalb von zentraler Bedeutung, alle Beteiligten über Regeln und Gefahren im Umgang mit sozialen Netzwerken aufzuklären, um Schaden für das Unternehmen zu vermeiden. Die Basis aller Beiträge der Mitarbeiter sollte eine so genannte Social Media Policy darstellen, die immer dann gilt, wenn ein autorisierter Mitarbeiter geschäftlich, aber auch privat am Diskurs zum Unternehmen teilnimmt.

Wie genau die Verhaltensregeln aussehen, bleibt jedem Unternehmen selbst überlassen. Diese Punkte dürfen jedoch auf keinen Fall fehlen:

  • Auch wenn es ganz selbstverständlich scheint, ist das oberste Gebot für alle Mitarbeiter: Weder geschäftlich noch privat darf etwas veröffentlicht werden, was das Unternehmen in irgendeiner Art schädigen kann. Um Betriebsgeheimnisse verdeckt zu halten gilt die Regel: Öffentlich ist nur das, was außerhalb sozialer Netzwerke bereits frei zugänglich ist. Bei Unsicherheiten sollte eine Einschätzung der Vorgesetzten eingeholt werden.
  • Jeder Post im Namen des Unternehmens muss gut durchdacht und verantwortungsvoll verfasst werden. Es gilt einen stets respektvollen Umgang zu anderen Web-Teilnehmern zu pflegen. Dazu gehört nicht nur die politische Korrektheit der Beiträge, sondern auch die Unterlassung von Konkurrenz-Bashing im Netz. Gesetzliche Richtlinien wie das Urheberrecht müssen natürlich ebenfalls berücksichtigt werden.
  • Um in der Internetwelt Fuß zu fassen, braucht es Transparenz und Authentizität. Jeder Mitarbeiter, der Beiträge in seinem Namen verfasst, sollte darauf achten, seine Zugehörigkeit und Position im Unternehmen für Leser transparent zu machen.
  • Damit das Unternehmen von der Vielfalt seiner Mitarbeiter auch im Netz profitieren kann, sollte jeder nur zu den Themen Stellung beziehen, die in seinem Kompetenzbereich liegen. So kann die Leserschaft vom speziellen und einzigartigen Wissen des Einzelnen profitieren.
  • Die vielleicht wichtigste Regel für einen erfolgreichen Unternehmensauftritt in sozialen Netzwerken: Mehrwert bieten! Belanglosigkeiten interessieren die Wenigsten und Leser wollen zum Wiederkommen animiert werden. Es gilt, spannende Beiträge zu kreieren, die die Zielgruppe ansprechen. Wo genau der spezifische Mehrwert für die fokussierte Kundengruppe liegt, variiert von Unternehmen zu Unternehmen.

Mit diesen Richtlinien gestaltet sich der Aufenthalt im Web 2.0 für Unternehmen und ihre Mitarbeiter zwar einfacher, sie sind allerdings keinesfalls die einzigen Erfolgskriterien. Jedes Social Media Konzept sowie die zugehörige Social Media Policy muss ausgiebig durchdacht und an die Ansprüche von Firma und Zielgruppe angepasst werden.

Filmmarketing 2.0

Jährlich laufen 500 bis 600 Filme in den deutschen Kinos an – für den einzelnen Kinogänger eine unüberschaubare und kaum fassbare Masse, wären da nicht erfolgreiche Kommunikationsstrategien, die ihm den einen oder anderen Film vor und unmittelbar nach dem Kinostart ins Gedächtnis bringen. Doch wo früher galt „Die Masse macht’s“ und vorzugsweise mit Werbeplakaten, TV-Spots und Printanzeigen auf Filme aufmerksam gemacht wurde, zeichnen sich heute immer raffiniertere Methoden ab, ein breites Publikum auch für kleinere Produktionen zu erreichen. Dies haben in der Vergangenheit vor allem sogenannte Independent Filme, also über ein vergleichsweise geringes Budget verfügende Produktionen, vorgemacht.

So zeigte 1999 der Film „Blair Witch Project“, wie man mit einer ausgeklügelten Marketingstrategie aus einem geringen Produktionsbudget (60.000 Dollar) maximalen Erfolg rausschlägt – weltweit wurden 248 Millionen Dollar eingespielt. Schon Monate vor dem Filmstart informierte eine interaktive Website potentielle Zuschauer über den fiktiven Mythos um die Hexe von Blair. Dabei wurde bewusst der Eindruck vermittelt, die Geschichte über eine kleine Filmcrew, die 1994 bei ihren Recherchen zur Hexe von Blair im Wald verloren gegangen ist, sei wahr. Diesen Eindruck bestärkte der zur Kampagne gehörende Fake-Trailer:

Die so entstandenen Gerüchte führten zu einer unaufhaltbaren Mund zu Mund-Propaganda, die unzählige Zuschauer in die Kinos lockte. Einige Elemente aus der PR-Kampagne um „Blair Witch Project“ sollten nachhaltig die Branche beeinflussen: Das Verbreiten von Fake-Trailern und Aufmerksamkeit erregenden Videos fällt unter die Methode ‚Virales Marketing’, derer sich in jüngster Zeit auch Quentin Tarantino für seinen Kassenknüller „Inglourious Basterds“ bedient hat:

Die Verbreitung von Videos ist aber nur Teil einer ganzheitlicheren Strategie der Kommunikation mit dem Konsumenten, die erst durch das Web 2.0-Phänomen ihre volle Wirkung entfalten konnte. Independent-Filmen kamen diese Entwicklungen sehr entgegen, boten sie doch gegenüber den klassischen Marketing-Methoden kostentechnisch Vorteile. Es wurden Produktionsblogs und Fanseiten in sozialen Netzwerken zu kleineren Filmen erstellt. Den über Kanäle wie Twitter, Facebook und MySpace angesprochenen Usern wurden so scheinbar exklusive Informationen zum Film vermittelt und ihren Kommentaren Gehör geschenkt. Wie hoch die Resonanz auf solch eine Kampagne ausfallen kann, zeigte 2006 der US-Film „Snakes on a plane“: Durch die bloße Verkündung des Titels über den Blog zum Film wurde ein beispielloser Internethype losgetreten,  dem weltweit User durch eigens erstellte Trailer, Filmposter und Musikstücke weiteren Stoff lieferten. Da der Film aber die Erwartungen der Fans letzten Endes nicht erfüllen konnte, wurde er zum Flop und damit zum Beispiel dafür, dass auch ein originelles und erfolgreiches Marketingkonzept allein kein Erfolgsgarant ist.

Dennoch lässt sich nicht abstreiten, dass die Nutzung von Social Media-Kanälen aus der Filmvermarktung heute nicht mehr wegzudenken ist. Selbst ein Blockbuster wie „Avatar“, der durch seine innovativen 3D-Effekte ohnehin ein breites Publikum anzieht, konnte auf die Kommunikation mit potentiellen Fans über Facebook und Twitter nicht verzichten.

Es stellt sich die Frage, was die User dazu anspornt, auf diesen Profilen Kommentare zu posten, zu twittern oder sich mit eigenen Ideen in Aktionen einzubringen, die den jeweiligen Film noch populärer machen sollen. Wahrscheinlich ist es das Gefühl, Anteil an der Entstehung und den Erfolg eines Filmes zu nehmen, diesen vielleicht sogar mitzubestimmen. An diesen Reiz knüpft auch der neueste Trend in der Filmvermarktung an:  „Augmented Reality“-Anwendungen, die den User in die fiktive Realität des Films hineinversetzen. So bot die Website zum „Star Trek“-Prequel von 2009 eine Anwendung, mit der man auf eine holographische Tour durch  das Raumschiff Enterprise gehen konnte:

Die Aufmerksamkeit, die all diese Kampagnen erzeugt haben, haben etwas Bemerkenswertes gemeinsam: Sie begreifen das heutige Filmpublikum nicht als  genügsame Endkonsumenten, sondern als Kinogänger 2.0.

Die Stadt als Laufsteg – und PIABO mittendrin

Wem muss man noch davon berichten, dass Berlin in den letzten Jahren zu einer der Modemetropolen Europas geworden ist? Gerade was die angesagtesten Streetlooks angeht, ist Berlin auch im internationalen Vergleich ganz vorn dabei.

Das können wir, die  PIABO-Mitarbeiter, jeden Tag aufs Neue bestätigen. Denn unser Büro in der Weinmeisterstraße befindet sich im Modeschmelztiegel Berlin Mitte. Ein Blick aus unserer aquariumartigen Fensterfront versorgt uns – quasi frei Haus – immer mit den neuesten Trends und Looks.

Egal was gerade angesagt ist, ob Emo (2008), Rockabilly (2007), Punk (geht immer) oder Nerd (aktuell) – im „Berlin Fashiondistrict Mitte“ trifft man Vertreter jeglicher Couleur, die die Straßen zum Laufsteg machen.

So wundern wir uns auch kaum noch über mit Kaugummis gespickte T-Shirts,  neonfarbene Röhrenjeans oder über die mit Gaffertape abgeklebte Mickey Mouse auf dem Pulli. Für einen Aufschrei und eine Belagerung der Fensterfront durch die ganze PIABO-Besatzung sorgt da höchstens ein Matrose, der ein Fotoshooting vor Grafittis veranstaltet.

Der Blick aus der Agentur auf die Weinmeisterstraße

Tragbare Looks werden dabei direkt von den Mitarbeitern aufgegriffen: Sobald der Gong zur Mittagspause ertönt, werden die umliegenden Fashionstores – die hier natürlich zuhauf vertreten sind – geentert. Wieder im Büro werden die Tüten ausgepackt und die Schreib- als Ladentische missbraucht. Jeder will seine Errungenschaften präsentieren. Noch schnell ein passendes Lied auf dem Rechner angeschmissen und das Defilée kann beginnen.

A: „Oh, Streifen!“
B: „Ist ein Neckholder.“
C: „Maritim ist in.“
D: „Ruhe! Ich muss gerade telefonieren!“
E: „Ich trage im Sommer ja immer maritim – seit Jahren.“
B: „Ja, aber es ist nicht nur maritim, es ist ein Neckholder.“
C: „War das runtergesetzt?“
B: „Ja!“
A, C, D, E: „Muss ich morgen auch hin!“

So holen wir den Laufsteg von der Straße in unser Büro – beim Berliner Schmuddelwetter oft die beste Lösung…

Social Media Monitoring in der Praxis – nah dran statt außen vor

Ob sie es wollen oder nicht, in Social Networks wird über Ihre Produkte, Marken und Dienstleistungen gesprochen. Sie können es nicht kontrollieren, jeder Mensch hat seine eigene Wirklichkeitskonstruktion und damit verbundene Wahrnehmung. So stehen Sie permanent vielfältigsten Interpretationen gegenüber. Bleiben Sie gelassen und sehen Sie es als Chance: Wie wäre es, diese Informationen als Quelle für Verbesserungen zu sehen, die Ihnen wertvolles Feedback geben und Sie näher an Ihre Zielgruppe heranführen?

Blogs, Communities, Twitter-Feeds, Fanseiten auf Facebook, Gruppen und Formierungen, Kommentare, Bewertungen, Bilder-Mash-Ups, Memes, enttäuschte, unentschlossene und glückliche Kunden. Leute, die ihrem Ärger Luft machen, Leute, die ihre Produkte mögen – die Klaviatur menschlicher Eigenheiten spiegelt sich in Sozialen Netzwerken. Die semantische Klammer, die sie verbindet, ist das natürliche Kommunikations-Bedürfnis.

Nutzen Sie die Kommunikationsflut für Ihr Unternehmen und verschaffen Sie sich Überblick im Kommunikations-Dschungel.
Social Media Monitoring eignet sich für:

  • Marken-, Produkt- oder Dienstleistungs-Analysen
  • Kundenzufriedenheitsmessungen
  • Konkurrenzbeobachtung
  • Research & Development
  • Produktinnovationen
  • Entdeckung und Besetzung neuer Marktsegmente
  • Unternehmensimage inkl. Arbeitgeberimage
  • Reputation Management
  • Medienresonanz
  • Issue Monitoring

Aktives Zuhören ist der erste Schritt. Unternehmen, die wissen, was über sie geredet wird, sind in Zukunft klar im Vorteil, denn die Geschwindigkeit der Informationsverbreitung hat durch die frei zugänglichen Netzwerktechnologien stark zugenommen. Neben Schnelligkeit zählt zudem Handlungsflexibilität. Heutzutage können Gespräche ganze Märkte bewegen: ein moralischer Ausrutscher auf digitalen Parkett erzeugt womöglich einen nur schwer wieder gutzumachenden Imageschaden, den andere gewinnbringend nutzen. Gleiches kann passieren, wenn eine einzelne Person schlechte Erfahrungen macht, diese im Internet publiziert und genügend Publikum gewinnt. Durch die Share-Funktion der Sozialen Netzwerke verbreiten sich solche Nachrichten schneller als eine Kugel im Flug.

Neu ist für Unternehmen die wachsende Nähe zum Kunden. Das unberechenbare Wesen, was in Focus-Gruppen gerne versuchsweise empirisch erlegt wird. Wo sich ganze Markt- und Meinungsforschungs-Industrien gebildet haben, eröffnet sich durch Social Media Monitoring eine zeitnahe Analyse und Auswertungs-Möglichkeit; in manchen Fällen vielleicht eine kosteneffiziente Alternative.

Zuhören – Lernen – Auswerten – Einplanen – Anwenden – Messen – erneut zuhören: Die Schritte zum Erfolg in Sozialen Netzwerken verlaufen selten in linearer Form, vielmehr hilft hier die Vorstellung von Nervenbahnen mit synapsengleichen Verknüpfungen. Informationsinseln, die wachsen, Impulse setzen und andere Inseln aktivieren. Werden Sie Teil des Heterarchie-Musters und kollaborieren Sie mit Ihrer Bezugsgruppe.

Für den Start eignet sich z.B. die Einrichtung von Google Alerts und ein Account bei netvibes. Bei den Alerts überlegen Sie sich Schlagwörter, die für Ihr Business relevant sind und erhalten bequem eine Benachrichtung per E-Mail, sobald sich jemand mit genau diesem Schlagwort geäußert hat. Netvibes bietet Ihnen kostenlos ein Dashboard aus von Ihnen ausgewählten Kanälen wie RSS-Feeds, Podcasts und andere dynamische Inhalte. Nachteil: die Infos bleiben in gewisser Weise statisch, Sie haben geringen Spielraum zur Interpretation der Gespräche und Ihre Chance ist gering, mit dieser Methode Ihrer Konkurrenz einen Schritt voraus zu sein.

Um Akteure und Meinungsbildner zu identifizieren und analysieren, sollten Sie auf eine lernfähige Anwendung zurückgreifen. Ein intelligentes System, das semantisch funktioniert, mit dem Sie in Echtzeit Gespräche über Ihr Produkt entdecken. Ein Tool, dass für Sie die neue Datenflut ordnet, sonst verlieren Sie an dieser Stelle wertvolle Zeit für die Planung Ihrer Maßnahmen. Durch die Teil-Automation behalten Sie den Überblick, sind reaktionsschneller und in der Lage, zu koordinieren, an welchen Konversationen Sie aktiv teilnehmen. *

Aus diesen Datenclustern entsteht eine größere Schnittmenge, eine zunehmend profilschärfere Zielgruppe und vielleicht entdecken Sie ungeahnte lukrative Nebenzielgruppen, an die Ihr Marketing noch gar nicht gedacht hat? Sie vertiefen durch das Zuhören und Teilnehmen an Gesprächen Ihr Verständnis über Consumer Insights und können Sie vergleichen mit anderen Datenerhebungen aus z.B. Kundenfeedbacks über Ihre Hotline, klassische Marktforschung, Produkttests usw.

Die Social Media Community wächst täglich. Aktuell tummeln sich z.B. auf Facebook 8.4 Millionen Nutzer:

Quelle: Facebookmarketing.de

Für den Globalen Blick bietet Facebook in unregelmäßigen Abständen Statistiken.

Social Media Monitoring erhöht Ihren Wissensvorsprung und ermöglicht es Ihnen, Ihr Kommunikations- und Marketing Budget ohne große Streuverluste zielgerichtet einzusetzen. Je kürzer die Distanz zu Ihrer Zielgruppe wird, umso näher sind Sie dran an dem, was Ihre Kunden wirklich wollen.

* Wenn Sie mehr über unser Social Media Monitoring Tool erfahren möchten oder eine Beratung wünschen, freuen wir uns auf Ihre Kontaktaufnahme.