Fünf Trends von der DMEXCO 2019

Auch in diesem Jahr ist die DMEXCO wieder eines der Pflicht-Events der deutschen E-Commerce-, Adtech- und Digitalwirtschaft. Viele internationale Unternehmen nutzen die Konferenz und Messe in Köln, um ihr Angebot auf europäischer Bühne zu präsentieren. Für alle, die nicht vor Ort sein konnten oder sich in Anbetracht des schieren Überflusses an Themen eine Zusammenfassung von der DMEXCO wünschen, haben wir eine kurze Übersicht zu wichtigen Trends zusammengestellt.

Quelle: DMEXCO Presse

Connected TV
In klassischen Medienformaten sinken die Werbeausgaben stetig – das betrifft vor allem auch das lineare Fernsehen. Die Planung und Performance-Messung im klassischen TV kann schlichtweg nicht mit den Möglichkeiten der digitalen Pendants mithalten. Connected TV (CTV) rückt für Werbetreibende dagegen zunehmend in den Fokus – auch weil es besser zu den neuen Gewohnheiten der Zuschauer passt und aufgrund der Messbarkeit und Steuermöglichkeiten enormes Potenzial bereithält. Das Technologieunternehmen The Trade Desk bietet Werbetreibenden die richtigen Tools, um ihre Zielgruppen auf allen relevanten Kanälen wie CTV, In-App, über Video- und Audio-Streaming-Dienste, Digital-out-of-Home oder Display zu erreichen. 

 

Marken nutzen Direktvertrieb
Viele Händler wollen sich heutzutage nicht mehr nur auf bestehende Plattformen verlassen, sondern einen eigenen Shop aufbauen und von dort aus alle Kanäle bedienen. Dieser Weg führt zurück zu den Wurzeln des Verkaufs, nämlich dem Direktvertrieb (Direct-to-Consumer, DTC). Das Risiko geht gegen Null, wenn Unternehmer den Vertrieb mit einem eigenen Onlineshop starten. Einen solchen aufzubauen ist mit der führenden Multi-Channel-Handelsplattform Shopify ganz einfach. Mit der Lösung kann man Shops für vielfältige Vertriebskanäle wie Web, den mobilen Nutzungsbereich, Social Media, Marktplätze, den stationären Handel und Pop-up-Stores gestalten, einrichten und verwalten. Das Geschäft lässt sich so in alle Richtungen skalieren – Branchengrößen wie Gymshark, Urbanara und Horizn Studios haben so ihr Unternehmen von klein auf aufgebaut. 

Progressive Web Apps
Progressive Web Apps (PWA) sind ein bedeutender Trend für Onlinehändler. Im Vergleich zur nativen App lässt sich eine PWA im Browser öffnen, ohne an Funktionalität einzubüßen – so sind Full Screen, Offline Mode und Push-Notifikationen weiterhin möglich, ohne dass der Nutzer eine App herunterladen muss. Auch dem Händler bringt es Vorteile, den Appstore zu umgehen. Das Open-Source-Produkt Vue Storefront ist eine der am schnellsten wachsenden E-Commerce-Plattformen in diesem Bereich. Der Entwickler, der internationale Anbieter von E-Commerce-Software Divante, bezeichnet PWAs als “revolutionär für den Onlinehandel”.

 

Internet of Things bietet neue Möglichkeiten für Marketing und Smart Vending
Doch nicht nur das Digitale steht dieses Jahr im Fokus. Auch vermeintliche “Offline”-Bereiche aus Marketing und Retail müssen sich konstant weiterentwickeln. Hier ist das Thema “Internet of Things” (IoT) ein heißer Kandidat, denn mithilfe von Sensoren und vernetzten Systemen lassen sich spannende Projekte umsetzen. Wie beispielsweise die Zukunft von Werbeplakaten aussehen könnte, zeigt das IoT-Start-up IOX.  Mit Haptik-Sensoren und Lautsprechern verwandelt das Unternehmen Papier in ein interaktives Klangerlebnis. Im Retailbereich bietet IoT darüber hinaus ungeahnte Möglichkeiten im Bereich Targeting und Lead-Generation. Aus Sicht von IOX ist dieser Jahr vor allem das Thema “Smart Vending” aussichtsreich. Hierbei werden aus vermeintlich langweiligen Verkaufsautomaten oder Kühlschränken High-Tech-Instrumente für den Verkauf. Intelligente Sensoren überwachen Füllstände und Temperaturen, melden Störungen und bieten dank NFC (kontaktloser Austausch von Daten) oder Spracherkennung völlig neue Bezahlerlebnisse. In Kombination mit RFID (Technologie zur Lokalisierung und automatischen Identifizierung durch Radiowellen), QR-Codes, E-Mail-Registrierung und Beacons (Hardware-Sender, die Signale an tragbare elektronische Geräte in der Nähe senden) lassen sich Nutzer auch offline tracken, targeten und mit individuellen Angeboten versorgen. 

Autoskalierende Cloud-Infrastruktur
Im E-Commerce sind optimale User Experience und Transaktionsgeschwindigkeiten der Schlüssel zum Erfolg. Schlechte Ladezeiten oder gar ein Systemausfall des Webshops sind ein Grund für die Abwanderung von Kunden – eine Sekunde Ladezeit kostet rund 16 Prozent Kundenzufriedenheit. In Echtzeit autoskalierende Plattformen wie die Public Cloud von gridscale liefern die Infrastruktur für einen reibungslosen Shop-Betrieb. Saisonale Schwankungen und Lastspitzen werden zuverlässig abgefedert, ein kosteneffizientes Pay-As-You-Go-Modell garantiert E-Commerce-Anbietern einen Wettbewerbsvorteil in einer margen-sensitiven Branche. Offene Schnittstellen der Plattform erlauben darüber hinaus die beliebige Anbindung von Warenwirtschaft und weiteren IT-Systemen. gridscale bietet seinen Nutzern die Möglichkeit, Hosting- und Infrastrukturprojekte besonders schnell, einfach und kosteneffizient als Cloud-Lösung zu realisieren. Agenturen verwalten mit den Lösungen des Unternehmens komplexe Strukturen mit zahlreichen Mandanten und Projekten. Der Online-Handel wiederum setzt auf die hohe Ausfallsicherheit, Performanz und Autoskalierung der Public-Cloud-Plattform von gridscale.

 

Andreas Krönke, Unit Director Technology
Andreas Krönke ist seit 2016 Unit Director Technology bei PIABO. Er ist verantwortlich für Kunden in Bereichen wie Fintech, Software as a Service, HR-Tech, Greentech, Adtech, Venture Capital und Professional Services. Zu seinen Kunden gehören Stripe, GitHub, Shopify,  Silicon Valley Bank, ALBA BluehouseLab, Visable, Personio, Holvi, SevenVentures, The Trade Desk und Factory Berlin.